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Geschichte der Mondkarten

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Vorteleskopische Ära


Der Mond gehört zu den Objekten am gestirnen Himmel, welche schon die Menschen des Altertums fasziniert und zu kultischen Handlungen animiert hat. Archäologische Grabungskampagnen führten Knochenfunde zutage, die darauf hindeuten, daß in der Jungsteinzeit, vor rund 5000 Jahren, der Mond und seine Phasengestalt erkannt wurden. Daraus entstand möglicherweise sogar ein erster Mondkalender.

Später entwickelten sich daraus regelrechte Mondkulte, und auch das Kalenderwesen richtete sich zum Teil nach dem Mond aus. So galt er im alten Ägypten zusammen mit der Sonne als das Augenpaar des falkengesichtigen Himmelsgottes Horus, während man ihn gleichzeitig, zumindest zeitweise, zur Kalenderbestimmung benutzte. In Mesopotamien, dem Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, konnten Gelehrte, hauptsächlich in Babylon und Uruk, anhand von Mondtafeln die Verfinsterungen von Sonne und Mond vorausberechnen, wohingegen man im antiken Griechenland erste Schritte unternahm, um seine Entfernung zur Erde abzuschätzen. Das kaiserliche wie das republikanische Rom vermochte dem kaum neues hinzuzufügen. Das blieb im wesentlichen so bis etwa Anfang des 17. Jahrhunderts.

Als einzige zeichnerische Darstellung des Mondes aus der vorteleskopischen Zeit sind Skizzen des Universalgenies Leonardo da Vinci (1452-1519) bekannt, die aber kaum mehr als das bekannte "Mondgesicht" während Vollmond und Letztem Viertel zeigen. Daß es keine anderen Aufzeichnungen von mit bloßem Auge beobachteten Mondphasen gegeben hat, ist eher unwahrscheinlich, doch sind sie bis zum heutigen Tage verschollen oder verlorengegangen.

Erst die Erfindung des niederländischen Brillenmachers Hans Lipperhey (gest. 1619) sollte zu dramatischen Veränderungen im Weltbild und der Auffassung der Wissenschaft gegenüber den beobachteten Himmelskörpern führen. In Wesel geboren und seit 1594 in Middelburg wohnhaft, bot er am 2. Oktober 1608 den niederländischen Generalstaaten ein aus zwei Brillengläsern bestehendes Teleskop zum Patent an.

Obwohl sich Lipperhey gegenüber den Vertretern der sieben niederländischen Provinzen zum Stillschweigen verpflichtete, man befand sich nämlich gerade im Unabhängigkeitskrieg mit der spanischen Krone, drang die Kunde über die Erfindung eines vergrößernden Apparates weit über die Grenzen der Niederlande hinaus.

Teleskopische Beobachtungen - Das 17. Jahrhundert
Mondkarten im 18. Jahrhundert
Das 19. Jahrhundert
Das 20. Jahrhundert

  
Kosmologie für helle Köpfe. Die dunklen Seiten des Universums (Taschenbuch)
von Harald Lesch,
Jörn Müller
Siehe auch:
Big Bang, zweiter Akt. Auf den Spuren des Lebens im All
von Harald Lesch
Kosmologie für Fußgänger. Eine Reise durch das Universum.
von Harald Lesch
Physik für die Westentasche. 3 CDs
von Harald Lesch
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von Lisa Randall
 
    
     

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